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Bahnhofstraße

Ein historischer Spaziergang durch die Bahnhofstraße von Neustadt-Glewe.

(von Gerhard Düker)

 

 

Links sehen wir das Schloss, rechts das ehemalige Waschhaus zum Schloss, erbaut 1748.

Dann war es das Haus von Müllermeister Fredenhagen, danach Bollbrügge und ab 1872 Müllermeister Friedrich Weinaug. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 2012

Das Gebäude gehörte zur Mühle, es diente als Lagerraum und zur Schweinemast.

Das Gebäude wurde im November 1993 abgerissen.

Im Oktober 1994 erfolgte die Übergabe des Bootsanlegers. Hier haben wir einen Blick auf den neuen Hafen im Jahr 1995.

Dieser Ausschnitt stammt aus einem Bild von Nickel (1930) und zeigt als Ganzes den Burgbezirk um 1620.

Dazu finden wir bei Lehrer Langner den Hinweis „(…) das alte Parchimer Tor hat keine 100 Jahre gestanden.“ Vermutlich fiel es dem großen Stadtbrand von 1728 zum Opfer.

Das Parchimer Tor in einer Darstellung von 1738. Vielleicht sitzt ja Nicolaus Böteführ (Bürgermeister von 1717 bis zu seinem Tod 1752) in der Kutsche, die auf das Tor zufährt.

Ob diese Zeichnung vom 20. Oktober 1951 zeigt, dass für öffentliche Toiletten zwei Standorte vorgesehen waren, oder man sich nicht gleich über einen Standort im Klaren war, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen.

Die Entscheidung fiel auf den uns bekannten Standort in der Bahnhofstraße.

Links sehen wir die öffentliche Toilette, im Volksmund „Friedrich-Schoof-Gedenk-Stätte“, benannt nach Bürgermeister Friedrich Schoof (Im Amt seit 19.Mai 1945 - 12.Juli 1951.).

Der Bau dieses Gebäudes war seine letzte Amtshandlung.

Nach Abriss der öffentlichen Toilette wurde hier ein Stadtplan aufgestellt.

Zwischenzeitlich wurde der Stadtplan auf der gegenüberliegenden Seite aufgestellt.

Ein Blick auf das Sozialgebäude des neuen Yachthafens. Pächter seit April 2013 sind Heidrun und Edwin Thorban.

 

Das alte Landreiterhaus.

Die Postanschrift lautet „Am Schlossgarten.“

Es wurde 1929 abgetragen und am See aufgebaut.

Die Aufnahme muss kurz vor dem Abbruch entstanden sein; das Haus ist schon leergeräumt.

Das Landreiterhaus wurde durch den Ingenieur Walter Closs abgebaut und am See seitenverkehrt (Die Hofseite zur Straße.) wiedererrichtet.

Dr. med. Johannes Schulz (12.Jan. 1888-04.Nov. 1971) baute auf der alten Stelle des Landreiterhauses 1930 sein Wohnhaus mit Praxis.

Diese Nachtaufnahme von Klempnermeister Ernst Peters stammt aus den 1950er Jahren.

Eine Ansicht der Straßen- und Hofseite im Winter Mitte der 1950er Jahre.

Das Gebäude heute. Mit dem Einzug der Familie Heinrich Gottlieb ging das Haus 1971 in ihren Besitz über.

Schon zu DDR-Zeiten und auch nach der Wende gab es im Haus verschiedene Arztpraxen, u.a. Frau Dr. Brigitte Groll (HNO-Ärztin), Dr. Klaus-Dieter Flehmig und bis 2012 war in diesem Gebäude die Arztpraxis von Frau Dr. Tamara Eichler.

Die Anschrift lautet heute „Am Schloßgarten“.

Am 07.Januar 1919 marschiert das Königlich Preußisch/Schleswig-Holsteinische 13. Dragoner-Regiment nach der Demobilisierung des Vortages zum Bahnhof.

Es war am Tag zuvor auf seinem Marsch, von der französischen Front kommend, in Neustadt eingetroffen.

Die Betreibung der Drehbrücke lag in den Händen des Mühlenpächters.

Blick auf die alte Drehbrücke in Richtung Parchimer Tor.

Das Gebäude links im Bild wurde im Zuge des Schleusenbaues 1956 abgerissen. Dort wurde dann das Storchenhaus gebaut.

Blick auf die alte Schleusenkammer.

Das Wohnhaus Bahnhofstraße 01 wurde 1887 von Stadtsekretär Emil Lindig (Senator von1893-1916, im Amt verstorben) erbaut.

Seine Witwe wird 1917 als einzige Bewohnerin genannt.

Sie verkauft das Haus am 26.Febuar 1920 an Maurermeister Hans Müller.

1934 finden wir hier den Händler Gottfried Hendel, danach die Butter- und Milchhandlung von Rudolf Schliemann. Nach dem Krieg stellte er den Antrag, parallel dazu einen Kolonialwarenladen zu eröffnen. Dieser wurde auch genehmigt.

Zu DDR-Zeiten finden wir im rechten Gebäudeteil zuerst einen HO Lebensmittel-Laden und ab Sommer 1972 eine Eisdiele.

Von 1973 bis 1979 wird sie vom Ehepaar Willy und Else Grimm geleitet.

Im Hauptgebäude wurde im Oktober 1954 die städtische Kinderkrippe (eine der ersten im Kreis) eröffnet. Sie verfügte am Anfang über 22 Plätze. Diese wurden im Laufe der Jahre auf 42 erweitert.

August 1992: Nach dem Unwetter blicken wir an der Eisdiele vorbei auf das Kino.

Der Sturm hat das Dach des Kinos und vom Storchenhaus abgedeckt.

Nach der Wende kam es wie in vielen Fällen zur Rückübertragung an den Alteigentümer und damit verschwand die Kinderkrippe.

Die Eisdiele wurde am 07.September 1992 geschlossen.

1994 erfolgte der Abriss des Gebäudekomplexes.

Wer weiß heute noch, dass bis zum Abriss des Gebäudes auch Garagen auf dem Gelände standen.

Und so sieht die Fläche seit 1994 aus.

Das Haus Bahnhofstraße 03 wurde 1877 gebaut.

Diese Aufnahme entstand 1933.

Die Möbeltischlerei hat Ludwig Sternhagen 1934 eröffnet. 1939 wurde sie geschlossen (Unterlagen Archiv des Landratsamtes). Am 14.Dezember 1945 wurde die Genehmigung zur Wiedereröffnung erteilt. 1946 baute Ludwig Sternhagen eine Baracke vom Flugplatz als Werkstatt auf dem Hof auf.

1975 übernahm sein Sohn die Tischlerei, er verunglückte 1990 tödlich.

Das Haus nach der endgültigen Sanierung 2013.

Kaufmann Karl Sophus Johannes Paschen kauft das Grundstück am 15.Nov. 1909 von Frau Wesenberg. Die Bauzeichnung für das Haus Bahnhofstraße 05 liegt bereits im Juni des Jahres 1909 vor.

Das Wohn- und Geschäftshaus wurde 1912/1913 auf dem 628 m2 großen Grundstück erbaut. Die Erweiterung um den rechten Flügel (drei Fenster) erfolgte 1927.

Der Umzug am 1. Mai 1973 auf der Höhe von Paschen.

Am 06.Oktober 1913 kauft Gärtner Karl Meyer das Haus Bahnhofstraße 07 (Haus mit Vorbau) und eröffnet seine Gärtnerei.

Diese wird 1938 von seiner Tochter Ronni Schulz übernommen. Nach der Wende wurde der Betrieb geschlossen.

Das Haus Nr. 09 (Das Haus links daneben.) erwirbt er am 05.Februar 1914 von Weißgerbe Hagen.

Der Magistrat hatte die Absicht, die Hauptstraße in Richtung Burg verlaufen zu lassen. Doch diesen Plan gab die Stadt dann auf, denn Kaufmann Paschen ist wieder deutlich weiter nach vorn gesetzt.

Blick auf das zweite Parchimer Tor, erbaut 1810, als Ansichtskarte …

Das Haus am rechten Bildrand gehört noch zum Grundstück von Gärtner Meier.

… und als Foto.

Das Haus Bahnhofstraße 11 wurde von Lehrer Johannes Turnow gebaut.

Nachweislich wohnt der Schwiegersohn, der Tischlermeister Richard Bugiel, mit seiner Familie seit 1934 in diesem Haus. Er betreibt hier bis zu seiner Flucht nach Westberlin im Jahr 1960 seine Tischlerwerkstatt.

2017 ist die alte Hausnummer 292 noch erhalten.

Neben dem Haus Nummer 11 sehen wir das Wohnhaus und die Werkstatt von Autovermieter, Fahrschule, Motorrad- und Fahrradhändler, Wilhelm Schnack, Bahnhofstraße 13.

Am 1. Sept. 1980 eröffnet Rainer Bartnik hier seine Fahrradreparaturwerkstatt, die er 2018 noch führt.

 

Das Parchimer Tor am 11.Juli 1964, ein Tag vor dem Abriss. Die Messingkugeln wurden auf der Bleiche zwischengelagert und sind inzwischen verschwunden.

Nach dem Einsturz des Hauses werden das neue Wohnhaus und die Werkstatt auf dem Hof gebaut und diese Schaufensterfassade errichtet.

Die Bahnhofstraße 15, 17 und 19 im Jahr 2013.

In der Bahnhofstraße 15, links vom Eingang, finden wir 1925 den Kaufmann (Rauchwaren, Papierhandel) Wilhelm Jung.

Nach dem Abriss des Tores waren Sanierungsarbeiten an den beiden ehemaligen Torhäusern notwendig. Hier im Bild das Haus der Familie Wulf, Bahnhofstraße 17.

In der Liste von 1917 (dem Jahr der Neu-Nummerierung der Straßen) hat es noch die Nr. 01A.

Das Torhaus im Jahr 2013.

Wir müssen uns hier vorstellen, dass der linke Giebel zur Stadtaußenseite zeigte. Dort, wo wir jetzt die roten Klinker sehen, war mal ein Fenster. Wollten die Besucher in die Stadt. Wenn das Tor geschlossen war, mussten sie sich hier melden.

Das Parchimer Tor sollte bereits in den 1920er Jahren auf Antrag von Maurermeister Johann Kurz sen. abgerissen werden. Die damalige Denkmalschutzbehörde lehnte dies jedoch ab

Links sehen wir den Kolonialwarenladen Bahnhofstraße 19 von Kaufmann Fr. Stöhlmacker, der bereits 1881 genannt wird. Bis Anfang der 1950er Jahre wird er noch von Elsa Stöhlmacker geführt.

Seit der Schließung dient das Haus Bahnhofstraße 19 als Zweifamilienhaus.

Die Bäckerei Bentin wurde 1903, nach Fertigstellung des Neubaus, in der Bahnhofstraße 21 eröffnet. Herbert Bentin wurde 1912 geboren und übernahm 1935 die Bäckerei von seinem Vater. Ab 1952 wurde Eis verkauft. 1964 verstarb Bentin und seine Frau behielt die Bäckerei bis 1968.

Dann gab sie diese an Bäckermeister Heinz Kuntze ab.

Diese Aufnahme zeigt uns Ida Bentin 1953/1954 vor ihrer Bäckerei.

Diese Anzeige stammt von 1922.

Es handelt sich um den Sohn von Schmiedemeister Otto Oehlandt.

Ehemals Bäcker Bentin, dann Bäcker Heinz Kuntze, Bäcker Thymiak.

Bäcker Manfred Wintsche hatte das Geschäft vom 01.Juli 1983 bis Anfang Februar 2002. Dann musste er schließen. Um 2011 wurde es zum Wohnhaus umgebaut.

Hier sehen wir Bäckermeister Herbert Bentin und Uhrmachermeister Walter Lade 1946 vor der Bäckerei. Links daneben befindet sich der Zigarrenladen von Karl Müssig.

1914 werden in der Bahnhofstraße 23 der Gastwirt Wilhelm Ortmann (2. Haus von links) und der Zigarrenhandel von H. Voigt genannt. 1925 betreibt Karl Müssig das Geschäft.

1961 wird ein Konsum für Tabakwaren und Spirituosen eingerichtet.

 

Erbaut wurde das Haus Bahnhofstraße 25 (2.Haus von links) 1887. 1917 finden wir hier den Schlachtermeister Karl Schultz, 1925 den Schlachter Willy Hagen.

1957/1958 hat Schlachter Köpke den Laden von Hagen gepachtet. Dann wird er von der HO-Fleischwaren übernommen.

Ganz links ehemals Zahnarzt Röpke, Bahnhofstraße 27.

1996 erfolgte der Abriss der Bahnhofstraße 23 und 25.

Am 02.Oktober 1996 wurde das neue Geschäft in der Bahnhofstraße 23 eröffnet.

In der Bahnhofstraße 203 wohnt 1914 der Maschinist Karl Turner. 1917 umbenannt in Bahnhofstr. 27, wird der Schmied Karl Turner genannt.

1925 finden wir hier den Kaufmann Franz Greifelt.

In der ehem. Bahnhofstr. 203 B wohnt 1914 der Lohgerber Friedrich Turner.

1925 beherbergt die jetzige Bahnhofstraße 29 vier Mietparteien, u.a. den Schmied Carl Turner und den Maler Hans Turner.

2017 ist die alte Nummer 203 B noch an der Fassade erhalten.

Blick von der Brücke Richtung heutige Thälmann-Straße. Im Hintergrund die 1927 eingeweihte Stadtschule. Dann sehen wir noch einige Gebäude der ehemaligen Johann-Albrechts-Werke. Diese Firma ging 1902 aus der 1882 von Horney & Rödler aufgekauften Dextrin- und Stärkefabrik hervor. Hier standen bis zu 700 Beschäftigte in Lohn und Brot. Durch Misswirtschaft musste die Firma 1912 Konkurs anmelden.

Blick auf die Brücke Richtung Bahnhof und Parchimer Straße. Links eine ehemalige Kleingerberei. Hier wohnte das Neustädter Original (positiv gemeint) Lena.

Vor 1900 wurde die Brücke auch „Lütt Brügg“ genannt.

In dem Felsenfundament der oben genannten Brücke finden wir die Jahreszahl des Baus der ersten Brücke. Hier führte vorher eine Fuhrt durch die Elde in die Stadt.

Blick vom Parchimer Tor über die oben genannte Brücke und Hagens Wiese in Richtung Bahnhof und links in die Parchimer Straße.  

Der Kreuzungsbereich Bahnhofstraße/Parchimer Straße 1973 (1.Mai).

Auf dieser Zeichnung vom Februar 1892 sehen wir die geplanten Grundstücke zwischen Elde-Brücke und Bahnhof.

Begeben wir uns zunächst auf die rechte Straßenseite.

Die Villa und Praxis wurde 1926 von Dr. Herbert Büttner erbaut.

Erworben hat er das Baugrundstück am 14.September 1926.

Dr. Büttner hat bis Januar/Februar 1956 hier seine Praxis.

Die Stadt erwirbt das Haus. Es wird instandgesetzt und am 01.April 1959 als „Staatspraxis“ eröffnet.

Heute gehört das Haus der Frauenärztin Dr. Rita Burmeister.

Einige Räume hat sie an die Sozialstation vermietet.

In der heutigen Bahnhofstraße 33 wohnen Christian Bahlke und seine Familie.

Am 22.April 1925 erwirbt Kaufmann Bastian das Grundstück, gebaut wird das Haus 1927 für 27.000 Reichs-Mark, Bastian ist inzwischen Prokurist der Lederwerke.

In der heutigen Bahnhofstraße 33 wohnen Christian Bahlke und seine Familie.

Am 22.April 1925 erwirbt Kaufmann Bastian das Grundstück, gebaut wird das Haus 1927 für 27.000 Reichs-Mark, Bastian ist inzwischen Prokurist der Lederwerke.

Der Bahnhof, erbaut 1880. Der Bahnhofsvorplatz in den 1950er Jahren (linkes Bild) und heute.

Am 15.April 2013 wurde er in einer privaten Grundstücksauktion für 6500,00 Euro vom Auktionshaus Karhausen versteigert.

Das Objekt hat eine Wohn- / Nutzfläche von 711 Quadratmetern und eine Grundstücksgröße von ca. 1215 m2.  (Informationen: SVZ 02. und 17.April 2013.)

Die Mitropa wurde nach der Wende zusammen mit dem Bahnhofsgebäude geschlossen.

Am 16.März 1905 wird vom Gewerbeverein mitgeteilt, dass eine Molkerei-Genossenschaft gegründet wurde, die 86 Mitglieder hat. Nach längeren Verhandlungen wird die Genossenschaft am 02.September 1905 Eigentümer des Grund-

Stücks heutige Bahnhofstraße 36. Von Mai und September des Jahres liegen Bauzeichnungen der Molkerei vor, daher ist der Baubeginn auf 1906 zu datieren. Verwalter ist 1913 der 1888 geborene Heinrich Gehrke. 1961 wurde hier ein Raum zur Käseherstellung geschaffen. Nach der Wende wurde es Wohn- und Geschäftshaus.

1983 wird die Molkerei geschlossen und das Fernmeldewerk richtet hier eine Konsumgüterproduktion (Lampenschirme) ein.

1990 zieht das Fernmeldewerk aus und es entstehen Wohnungen.

Das Grundstück für dieses Wohnhaus hat der Maurermeister Greiffenhagen am 17.Juni 1896 erworben. Im selben Jahr war noch Baubeginn.

1911 erwirbt Richard Kabel (Pantinenfabrik) das Haus der heutigen Bahnhofstraße 34 von der Vorschussanstalt Ludwigslust. Zwei Jahre später verstirbt er 51jährig.

2010 finden wir hier für kurze Zeit einen Tierarzt, danach wurde es wieder Wohnhaus.

1917 un 1925 werden in der heutigen Bahnhofstraße 32 das Automobil-Geschäft und der Fuhrwerkbesitzer Heinrich Schregel genannt.

1895 wurde das Grundstück von Maurermeister Mau gekauft.

Auf der linken Seite sehen wir die geplante Lage des Hauses, rechts die tatsächliche.

28. Juli 1910: Maurermeister Mau verkauft sein Haus Nr. 289 (Bahnhofstraße 24) an Otto Ahrens, dieser überschreibt es am 31. Juli 1910 an seinen Sohn Willi Ahrens.

Das Haus war in Neustadt unter „das Jud Ahren`sche Haus“ bekannt.

Otto Ahrens verstarb am 30. April 1916 im Alter von 55 Jahren in Hamburg.

Die Kreuzung Parchimer-, Bahnhofstraße und Wabeler Platz. Die Ampelkreuzung wurde erst nach der Wende gebaut.

Kaufmann Hagens Wiese mit Blick aus Richtung Parchimer Straße im Hintergrund die Parchimer Straße stadteinwärts.

„Hagens Wiese“ mit der Elde im Rücken und Blick Richtung Parchimer Straße.

Das Parchimer Tor wurde 1810 gebaut, wobei das alte 1816 an einen Neustädter Maurergesellen verkauft wurde. An dem neuen Standort ist zu erkennen, wie sich die Stadt Neustadt inzwischen flächenmäßig erweitert hat.

Auf der Kaufmann Hagenschen Wiese wurden die Steine vom abgerissenen Tor (Bilder weiter unten) zum Bau eines Springbrunnens genutzt.

Wir sehen hier noch einmal die Häuser Bahnhofstraße 27 und 29 (von rechts).

Der Springbrunnen in voller Pracht. Im März 2014 wird aus dem Springbrunnen eine Blumenrabatte. Die Steine vom Tor bleiben im Boden.

Der Uhrmachermeister Walter Lade erwarb das Grundstück (die heutige Bahnhofstraße 28) für sein Wohn- und Geschäftshaus am 30.Juli 1936.

 

Das Bild müsste aus den 1960er Jahren stammen.

Nach der Wende zog dort am 03.Mai 1997 die Firma FAME ein.

Der Name ergibt sich aus den ersten Silben der Namen der Firmeninhaber: Christian Falkenhagen und Wieland Merten.

Die Bahnhofstraße 26 wurde von J. Kurz für den Fahrrad- und Autohändler Georg Adelmann gebaut. Da er es dann aber nicht bezahlen konnte, blieb Kurz der Besitzer. Diese Aufnahme stammt von 1931. Adelmann baute sich 1929 ein Haus in der Fritz-Reuterstraße.

Nach der Wende wollte der Besitzer aus dem Gebäude ein Geschäftshaus machen, was aber misslang.

Die Eröffnung der „Schatztruhe“ war am 26.April 1996.

Das Geschäft wurde aber bald wieder geschlossen.

Blick durch das Parchimer Tor. Die Aufnahmen stammen aus den 1960er und 1950er Jahren.

Die Bahnhofstraße 24 bis 14.

Die Bahnhofstraße 22 hat lt. Liste von 1917 die Nr. 01. Vermutlich kam es hier zu einer Verschiebung um ein Haus nach links. Dann wäre es das Torhaus.

Denn dieses weist, parallel zu Nr. 17, in der Liste die alte Nummerierung 01 A auf.

Die Nummerierungen sind unwahrscheinlich, weil beide Häuser weit ab von der alten Stadt gelegen hätten.

Das Haus im Vordergrund, die Bahnhofstraße 20, war das Wohnhaus vom Drogeriebetreiber Hans Steig.

 

Hier wird 1959 der Kindertag mit einem Umzug gefeiert.

Die Nummer 18 war die Werkstatt von Tischlermeister Joachim Bugiel.

Die Drogerie von Hans Steig befand sich hier ab 1937.

Nach der Schließung des Geschäftes mietete sich hier der Kleingärtnerverein unserer Stadt ein. Eine Eierannahmestelle wurde von Frau Wendt besetzt. 1984 hat Ewald Rathsack das Haus gekauft und seitdem hier eine private Schusterwerkstatt. Von 1955 – 1990 war er Wehrleiter unserer Neustädter Wehr.

1914 wird in diesem Haus Schuhmachermeister Zimmermann und 1925, sowie in dieser Werbung von 1929, der Friseur Heinrich Zimmermann genannt.

Hier haben wir einen Beleg von Hans Steig von 1954.

Warum 16 b, konnte nicht ermittelt werden und interessant ist immer noch die Bezeichnung „Kolonialwaren“.

Auch diese Tüte dürfte noch vielen alten Neustädtern bekannt sein.

Mit einer blauen (wasserfesten?) Folie versehen, bekommt die Tüte gleich ein anderes Aussehen.

1920 wird in der Bahnhofstraße 16 der Tischlermeister Schmidt genannt. 1921 wohnen hier die Familien der Tischlermeister Joachim und Richard Bugiel.

Joachim Bugiel stirbt 1927 im Alter von nur 37 Jahren. Im selben Jahr erwirbt es Zahnarzt Dr. Kurt Struck das Haus Bahnhofstraße 16 von der Witwe Bugiel und praktiziert hier bis zu seinem Tod im Jahr 1966.

Die Witwe Friederike (Fritzi) Bugiel zieht in die Bahnhofstraße 18, der hier mitwohnende Bruder Richard mit seiner Familie in die Bahnhofstraße 11.

Das Gebiet hinter diesem Haus wird auf einem Lageplan von 1920 als Amtsfreiheit bezeichnet.

Als das Wasserstraßenamt 2007 mit der Sanierung der alten Wulfenschleuse begann, wurde dieses Gebäude abgerissen.

Teilansicht von der Praxis Dr. Struck und (im Vordergrund) ein Ausschnitt des Wohnhauses von Carl Spieckermann, Bahnhofstraße 14.

Diese Aufnahme von der Bahnhofstraße 14 entstand kurz vor dem Abriss des Hauses 1964. Carl Spieckermann (geb. 1871, verst. 1960) war mit Unterbrechung (aus Altersgründen) Stadtrat von 1919 bis 1945. Er war einer der Gründer der Freiwilligen Feuerwehr von Neustadt am 27.Dezember 1924. Außerdem setzte er sich für den Bau der Stadtschule (Grüne Schule) 1927 ein. 1945 war er für kurze Zeit amtierender Bürgermeister und übergab in dieser Funktion die Stadt an die einmarschierende Rote Armee.

Nach der Wende wurde aus dem 1964 gebauten und mit Putz versehenen Haus ein schicker Klinkerbau.

Das erste Geschäft von Kaufmann Carl Johannes Paschen in der Bahnhofstraße 12.

Er wird in einer Auflistung von 1914 auch als Vertreter einer Bankagentur geführt.

1912 oder 1913 hat Kaufmann Paschen sein neues Geschäft bezogen und Fahrradhändler Wilhelm Schnack zieht hier ein.

Auf dem Hof dieses Grundstücks befindet sich die Wäscherei August Kohler.

Er kauft im Oktober1940 das Haus in der Ludwigsluster Straße 10 und betreibt dort seine Wäscherei.

Diese Werbung stammt ebenfalls von 1922.

Vermutlich handelte es sich hier um ein Auslieferungslager.

(Eventuell betrieben von C. Paschen, der 1917 und 1925 als Rentner erwähnt wird.)

Albert Berkhahn erwarb das Haus 1966 von Frau Richter (geb. Paschen). Bereits am 24.Juni 1949 eröffnete er hier seinen Friseursalon.

Am 01.Januar 1987 übernahm es sein Sohn Heino.

Dieser übergab das Geschäft am 01.Dezember 2011 an seine Enkeltochter Mandy Böteführ.

Die Bahnhofstraße 10 und 08 im Jahr 2013.

1956 ist der Malermeister Adolf Krohn in der Bahnhofstraße 08 gemeldet.

Davor wohnte er in der Liebs-Siedlung.

Malermeister A. Krohn wird 1927 und 1958 genannt. Diese Anzeige stammt aus der Broschüre zum Neustädter Volks- und Schützenfest 1958.

Dieser Postkartenausschnitt mit Poststempel von 1902 zeigt uns das „Hotel Stadt Lübeck“. Das Kino fehlt aber noch.

Am 21.November 1872 wird der Vorläufer dieses Hauses durch Brandstiftung eingeäschert, Besitzer ist der Gastwirt Baader.

1893 wird der Gastwirt Willi Schmidt als Eigentümer der Bahnhofstraße 06 und 04 genannt.

Im Mai 1920 verkauft er beide Immobilien an Elisabeth Heiser, die sie ihrerseits am 12.Januar 1921 an Heinrich Moll veräußert.

Am 13.Juni 1951 erhält Walter Wulf die Schankerlaubnis für das Hotel Stadt Lübeck.

Hier ziehen wir eine Aufnahme aus den 50/60er Jahren vor, um die baulichen Veränderungen am Gebäude zu zeigen.

Besonders auffallend sind die veränderten Fenster und der fehlende Schriftzug.

Somit gehörten das „Olympia“ Kino (Nr.04) und das Hotel „Lübeck“ (Nr.06) Heinrich Moll.

Doch 1925 finden wir in der Einwohnerliste für Nr. 06 Heinrich Moll und Nr. 04 den Händler Heinrich Heiser.

Im Dezember 1938 übernehmen Willy und Emmy Filter das Kino.

Der Saal wurde sowohl für Kinovorführungen als auch Tanzveranstaltungen genutzt. Frau Bollow, die damals hier arbeitete, erinnerte sich: „Es war eine ganz schöne Plackerei. Stühle und Tische für die Tanzveranstaltungen hinstellen, nach dem Tanz die Tische raus und die Stuhlreihen für die nächste Kinovorstellung aufbauen.“

Dieser Hinweis als Vereinslokal stammt von 1922.

Am 28.Oktober 1938 übernehmen Emmy und Willy Filter das Kino.

 

Der Umbau der Drehbrücke zur Schleuse erfolgte 1953-1955.

Am 18.September 1952 erhält das Lichtspieltheater den Namen „Freundschaft“.

1958 kaufte die Stadt das alte Wohnhaus und riss es ab.

Auf dieser Zeichnung sehen wir den geplanten Neubau des Eingangsbereiches vom Kino. Über dem Kino, im Durchgansbereich sowie im neu zu errichtenden Wohnhaus ist zusätzlicher Wohnraum geplant.

Auf dieser Zeichnung sehen wir den neuen Eingangsbereich einschließlich Büro, Kasse und Heizraum. Zusätzlich ist eine Wohnung vorgesehen.

 

Am 09.Januar 1959 steht der Rohbau.

Am 13.Juni 1951 erhält Walter Wulf die Schankerlaubnis für das Hotel Stadt Lübeck.

 

Das Kino 1960 nach Fertigstellung der Um- und Neubaumaßnahmen.

Hier ein Blick auf den neuen Gebäudekomplex aus der entgegengesetzten Richtung.

Ein Blick in den Kinosaal, vermutlich nach Abschluss der Sanierung Ende 1959.

Im Vordergrund sehen wir das „Storchenhaus“. Bei den beiden „Störchen“ am Giebel, die dem Haus den Namen gaben, handelt es sich um Kraniche.

Im Durchgang hingen die Bildtafeln für die laufenden Filme. Durch ihn gelangte man in den Vorführraum.

Hier wurde für den neuen Filmvorführer, Gerhard Hinrichs, Mitte der 1960er Jahre eine Wohnung geschaffen.

Das Kino 1993 kurz vor dem Abriss.

Das „Hotel Stadt Lübeck“ wurde in den 1970er Jahren abgerissen. Dafür setzte man dort eine Mauer hin.

Beginn der Abrissarbeiten im Frühjahr 1993.

So sah es im Sommer 1993 aus.

Am 24.November 1994 wurde der Penny eröffnet.

Außerdem haben wir in diesem Gebäudekomplex z.Z. (2016) noch einen privaten Bäcker, ein Spielkasino und eine Wohnung.

Am 13.September 1997 wurden das Yachtcenter und der „Skipper“…

eröffnet, Baubeginn war August/September 1995.

Blick von der Burg zur alten Brücke von der Bahnhof- zur Thälmannstraße. Diese war noch mit Fahrzeugen befahrbar.

Blick von der Thälmann- zur Bahnhofstraße Straße (um 1955).

Die Brücke ist fast abgerissen.

Dadurch ist das Haus von Malermeister Hans Turner im Mittelpunkt dieses Bildes.

Turner war am 27.Dezember 1924 Mitbegründer der Freiwilligen Feuerwehr von Neustadt Mecklenburg (so hieß unsere Stadt damals noch) und von 1943 bis 1945 deren Wehrleiter.

Die Brücke wurde von Grabow über die Elde nach Neustadt-Glewe transportiert.

Am 15.August 1983 war sie soweit hergestellt, dass sie von der staatlichen Bauaufsicht abgenommen werden konnte. Sie kann seitdem nur noch als Fußgängerbrücke genutzt werden.

Vom Kino kommend, gehen wir hier weiter über die alte Drehbrücke in Richtung Stadtzentrum.

Ein Blick von der alten Schleusenkammer in Richtung Thälmannstraße.

Die Baracke links im Bild gehört zur Sägerei Müller.

Die alte Drehbrücke sollte schon in den 1930er Jahren erneuert werden. Durch den Ausbruch des Krieges wurde dies aber verhindert.

1936 fand in der Schleusenkammer das Gau-Schwimmfest statt.

Rechts im Bild sehen wir diese Sägerei.

Hinter dem Landreiterhaus wird 1861 ein „herrschaftlicher Holz-Hof-Platz mit Werkstatt“ erwähnt.

Vom Sägerei-Besitzer Eduard Müller liegt ein erstes Schreiben an den Magistrat vom November 1881 vor.

Hier haben wir einen Briefkopf der Firma.

Mit Beginn des Schleusenneubaues wurde die Sägerei Müller Ende 1952/Anfang 1953 geschlossen.

Das Wohnhaus von Hans Müller brannte 1919 od.1920 ab. Um sich zu erholen, hielt sich Frau Müller bei ihren Eltern in Berlin auf.

Dabei geriet sie während des Kapp-Putsches (März 1920) in eine Schießerei und wurde von einem Querschläger tödlich getroffen.

Auf der Rückseite des Bildes finden wir den Hinweis:

„Aus Neustadt in Mecklenb. 1883“

Im Februar 1953 wurde geplant, die Sägerei hinter das Betonwerk von J. Kurz zu verlegen, um für den Neubau der Schleuse Platz zu machen. Das Gelände hat Müller seit März 1952 von Heinrich Rondeshagen gepachtet. Es wurden aber nur die Baugrube ausgehoben und einige Fundamente gegossen, dann floh Müller in die BRD. Darauf wurde nicht mehr weitergebaut.

Im Februar 1953 wurde geplant, die Sägerei hinter das Betonwerk von J. Kurz zu verlegen, um für den Neubau der Schleuse Platz zu machen. Das Gelände hat Müller seit März 1952 von Heinrich Rondeshagen gepachtet. Es wurden aber nur die Baugrube ausgehoben und einige Fundamente gegossen, dann floh Müller in die BRD. Darauf wurde nicht mehr weitergebaut.

Die Schleusenkammer vor der Sanierung und danach im Jahr 2004.

Am 11.Januar 2012 wurde mit dem Bau der Umgehungsstraße für die Erneuerung der Schleusenbrücke begonnen.

Die neue Brücke eingeschalt und betoniert.

 

Am 14.August 2013 wurden die Straße und der rechte Gehweg freigegeben…

…am 16.August 2013 begann der Rückbau der Umgehung.

Hier ein Blick auf die neue Brücke von der Elde aus.

Selbstverständlich haben die Brückenbauer das Jahr der Baumaßnahme im Fundament des Bauwerks hinterlassen.

Die Baumaßnahmen sind abgeschlossen und es kann mit dem Rückbau der Umgehung begonnen werden.

Die „Lange Brücke“ mit Eingang zum Schlossgarten um 1920.

Am linken Bildrand sehen wir einen kleinen Teil des Landreiterhauses.

Das Gespann des Fuhrunternehmers Heinrich Saß vor dem Schlossgarten.

Der Kutscher ist sein Bruder Fritz.

Ein Blick vom Schlossgarten durch den Eingang auf die Straße.

Blick in den Schlossgarten mit Pavillon. In ihm spielten am Sonntagnachmittag (z.B. ungarische) Studenten zum Tanz.

Von 1920 bis 1931 wird Bäckermeister Viereck als Pächter genannt. In diesem Jahr wird ein Vertrag mit dem Männerturnverein abgeschlossen.

Abgerissen wurde das Gebäude wahrscheinlich 1953 mit dem Baubeginn der neuen Schleuse.

Ein weiterer Blick auf den Pavillon.

Mit Datum vom 10.März 1930 lesen wir:

„Gemäß 30 d. A. (?) ist das Schloß zu Neustadt-Glewe als Baudenkmal anzusehen.“

Diese Aufnahme entstand in den 1960er Jahren.

Ein Blick auf das Schloss und die Post nach der Wende. Das Toilettengebäude wurde bereits abgerissen.

Das Schloss mit Brücke in den Schlossgarten vor 1893.

Der Bildausschnitt zeigt das alte Wachgebäude.

An seiner Stelle wurde am 30.September 1895 das Kaiserliche Postamt eröffnet.

Diese Aufnahme muß vor 1893 entstanden sein. Hier hat die Brücke noch ein schmuckes Geländer.

Als Abschluss sehen wir die Lange Brücke mit Schloss und Kaiserlichem Postamt um 1900.

 

 

Erklärung:

 

Im Volksmund hieß die Bahnhofstraße „Unter der Linden“.

 

 

aktualisiert:     24. Juli 2019

Gerhard Düker, im Jahr 2015

 

Auskunft zur historischen Entwicklung der Straße erteilt:

Herr

Gerhard Düker

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